18.07.2014: Kurztrip nach Ascona

Das Wetter war als gut gemeldet – zumindest für ein paar Tage. Als Ersatz für den nicht zustandegekommen Sommerurlaub in der Camargue sind wir dann nach Ascona gefahren. Tatsächlich hatten wir wunderbaren blauen Himmel, der einen wunderbaren Kontrast zu den farbigen Häusern bildete, hier als Beispiel die Kirche St. Peter und Paul:

Am späteren Nachmittag, als die Sonne schon sehr tief stand und die Farbtemperatur kontinuierlich stieg (die Farben also wärmer wurden), entstand dieses Bild der gleichen Kirche, aber aus den kleinen Gässchen heraus fotografiert:

Hier noch eine Aufnahme vom See auf Ascona, etwa zur Mittagszeit entstanden. Diese Aufnahme lebt von seinen harten Kontrasten und knalligen Farben:

Wir übernachteten in Brissago in einem kleinen Hotel mit harten Betten. Aber das sollte kein grosses Problem werden, denn der Wetterbericht meldete für den zweiten Tag (und die folgenden) viel Regen. So entschlossen wir uns, am Abend wieder nach Hause zu fahren – was uns zwar schwerfiel, aber die richtige Entscheidung war, wie sich bald heraustellen sollte. Schon auf der Heimfahrt regnete es derart stark, dass Autos auf der Autobahn anhalten mussten, da die Sicht extrem schlecht war. In dieser Woche wurde dann auch das Emmental geflutet – so sehr hatte es geschüttet. Als Abschiedsfoto aus dem Tessin hier noch eine Aufnahme von der idyllischen Insel Brissago:

13.07.2014: Sonne in Blumenform

Wenn in diesem Sommer schon kaum die Sonne zu sehen ist (oder zumindest nicht viel und schon gar nicht oft), nehmen wir eben die Sonnenblume! Ein beliebtes, naja, etwas kitschiges Motiv. Aber diese Formen und Farben faszinieren halt doch. Beleuchtet von vorne durch den internen Kamerablitz und von hinten durch ein paar Sonnenstrahlen, die Belichtung etwas reduziert und fertig ist die Sonne in Blumenform. Ein Verlegenheitsfoto, stimmt – hat aber doch was:

12.06.2014: Gewitterstimmung in der Auvergne

Mitte Juni haben wir unseren Freund Christian und seine liebe Frau Anne in Yssingeaux besucht. Sie haben eine kleine Auberge in der Auvergne in der Nähe von Le Puy en Velay, bekannt für seine Linsen – naja, nicht nur. Wir waren leider nur drei Tage bei ihnen, was natürlich viel zu kurz ist. Aber wir haben die Liebenswürdigkeit unserer Gastgeber und auch die Grosszügigkeit sehr genossen. Irgendwie beneide ich sie auch, denn sie führen zwar ein arbeitsreiches Leben, aber es ist niemand da, der sie tagein, tagaus nervt und ihnen Vorschriften macht.

Ich werde nun einige Fotos unseres Kurztrips in die Auvergne einstellen und fange mit einem vom ersten Abend an. Der Tag war heiss und der Abend war wunderbar lau. In der Ferne zog ein Gewitter auf und schob sich ganz langsam vor die letzten Sonnenstrahlen.

8.03.2014: Ein “kleines Alpenglühen”

Kurz vor Sonnenuntergang machte ich mich noch auf einen kleinen Spaziergang in Etzelwil. Die letzten Sonnenstrahlen waren schon einige Zeit verschwunden, nur die Voralpen wurden noch angestrahlt. Nicht einmal mehr für die Berge reichte das Sonnenlicht, denn die Wolken deckten diesen Teil des Himmels ab. Und so ergab sich diese besondere Lichtstimmung.

14.03.2014: Nachmittags im Bahnhof Bern

Wenn ich jetzt wieder weniger Zeit habe zum Fotografieren, muss ich alle Möglichkeiten nutzen, die sich mir bieten. Der Bahnhof Bern ist eine davon. Normalerweise bin ich ja immer am Rennen wenn es zum Bahnhof geht, denn ich bin chronisch zu spät – zumindest abends. Heute war das nicht so schlimm. Ich wollte mal eine dynamische Aufnahme von Personen machen, die den Zug verlassen und durch den Abgang den Perron verlassen wollen.

Naja, das Resultat überzeugt noch nicht wirklich, aber das kriege ich noch hin. Aber dafür, dass es aus der hand fotografiert wurde, nicht mal so schlecht. Weitere versuche folgen.

26.02.2014: Föhntendenz – Fotografierwetter

Für heute morgen war wieder Föhn vorausgesagt, im Tagesverlauf dann Regen. Am Morgen also schnell ein Blick zum Himmel, aber so richtig überzeugt hat er mich nicht. Egal, schon manches Mal habe ich mich geärgert, dass ich mich auf den ersten Blick verlassen habe und entschied zuhause zu bleiben. Heute sollte das nicht passieren. Ich musst also schnell auf einen Hügel, denn die “Musik” spielte im Osten, da war der Himmel ganz wenig wolkenfrei. Oben angekommen, bot sich dieser Blick:

Die Wolken und die Schatten hatten einen magentafarbenen Ton, der Himmel und die Sonnenstrahlen leuchteten Orange. So hob sich auch der Bürgenstock wunderbar von einem leuchtenden, orangen Hintergrund ab. Das gefiel mir so gut, dass ich es fotografieren musste.

Ich befand mich beim Hof Fluck, der verlassen zu sein scheint. Alles ist ziemlich verfallen, bietet aber ein paar tolle Motive. Hier zum Beispiel die Eingangstür zum Haupthaus, die von einer Wurzel in Beschlag genommen wurde, die mittlerweile bis aufs Dach gewachsen ist. Allerdings war das Motiv in Farbe nicht so fotogen, so dass ich mich entschloss, es in Grautöne umzuwandeln und anschliessend in Braun zu tonen. Anschliessend eine kleine Vignette zugefügt, um den Blick auf die Tür zu lenken.

Wollen wir doch den Frühling nicht vergessen: Auf dem obigen Bild sehen wir die schönen Schneeglöckchen und an einer wunderschönen grossen Buche direkt vor dem Haupthaus entdeckte ich noch die ersten Krokusse, noch geschlossen:

Im Hintergrund sehen wir Sempach und den Pilatus. Mittlerweile war die Sonne ganz aufgegangen, aber der Zauber des frühen Morgenlichts war verschwunden – und nicht nur das: Der Rest des Tages spielte sich fein gestuften Grautönen ab…

24.02.2014: Am Morgen klar, dann kam der Bodennebel

Schon früh war klar, dass es ein schöner, sonniger Tag werden würde. Sobald die Sonne dann aufgegangen war, zog stellenweise Bodennebel übers Land und setzte sich in den Senken ab. Diese Aufnahme entstand zwischen Sursee und Schenkon, in der Nähe der Badi Sursee. Der Boden war leicht gefroren, aber die Temperaturen lagen nur unwesentlich unter dem Gefrierpunkt. Das Schauspiel dauert dann auch nicht lange, denn der Nebel verzog sich bald und machte Platz für einen schönen Frühlingstag.

19.02.2014: Der Frühling lässt grüssen

Zwar war der Winter noch gar nicht da, aber das hält den Frühling nicht davon ab, sich schon mal bemerkbar zu machen. Diese Schneeglöckchen stehen beim Stockhof. Die Sonne schien den ganzen Tag wie durch eine Milchglasscheibe und das Wetter verschlechterte sich zusehends.

14.02.2014: Der Himmel über dem Sempachersee brennt

Als ich um 6.55h aus dem Fenster sah, war der Himmel flächendeckend grau. Lediglich ganz im Osten war ein schmaler Streifen wolkenfrei. Die Entscheidung, den Sonnenaufgang fotografieren zu gehen oder nicht, fiel mir sehr schwer, angesichts des sehr schmalen Streifens, der in Minutenschnelle verschwinden konnte und damit auch das Motiv. Nach einigem Ringen schnappte ich mir dann doch den Kamera-Rucksack und das Stativ und fuhr zum Triechter Sursee. Die Idee war, das Seebecken im Licht der aufgehenden Sonne – aber vor dem eigentlichen Sonnenaufgang – zu fotografieren. 

Noch auf der Fahrt, den Blick Richtung Berge gewandt, war ich extrem skeptisch, ob das noch etwas werden würde. Als ich dann die Autobahnbrücke am Ortseingang von Sursee passierte, fingen plötzlich die ersten Wolken ganz im Osten an zu leuchten. Oh je: Jetzt hiess es Gas zu geben. Ich wendete das Auto, fuhr auf den Parkplatz bei der Badi Sursee, schnappte mir schnell den Rucksack und das Stativ und speedete zum Seebecken. Noch im Laufen schraubte ich die Stativbeine heraus und war dann bei der ersten Parkbank. Während immer mehr Wolken leuchteten und beinahe der ganze Himmel in den verschiedensten Rot-Orange- und Magentatönen leuchtete, klinkte ich die Kamera aufs Stativ, schraubte den 0.9 Grauverlauffilter mit dem harten Verlauf aufs Objektiv (zur Kontrastminderung), positionierte die Kamera und legte los. Mittlerweile geht das alles ziemlich zügig vonstatten.

Und das kam dabei heraus:

Ich machte ein paar Aufnahmen, aber die Stimmung hielt sich nur für ungefähr 5-7 Minuten. Dann war die Sonne zu hoch gestiegen, um die Wolken weiter anstrahlen zu können. Diese kurze Dauer war natürlich dem schmalen Streifen geschuldet, der sich im Osten befand. soviel war klar. Aber egal, das Ding war im Kasten.

Ich wartete dann noch zwei, bis drei Minuten, um zu sehen, ob da noch etwas drinlag. Und tatsächlich: Zwar waren die Wolken nicht mehr beleuchtet, aber dafür schienen ein paar Sonnenstrahlen hinter dem Hügel hervor – ebenfalls ein spektakuläres Motiv. Besonders toll finde ich die Farbpalette, die der Himmel bietet: Er reicht von Gelb über Orange bis ins dunkle Blau und Magenta. Was will man mehr?