14.02.2014: Der Himmel über dem Sempachersee brennt

Als ich um 6.55h aus dem Fenster sah, war der Himmel flächendeckend grau. Lediglich ganz im Osten war ein schmaler Streifen wolkenfrei. Die Entscheidung, den Sonnenaufgang fotografieren zu gehen oder nicht, fiel mir sehr schwer, angesichts des sehr schmalen Streifens, der in Minutenschnelle verschwinden konnte und damit auch das Motiv. Nach einigem Ringen schnappte ich mir dann doch den Kamera-Rucksack und das Stativ und fuhr zum Triechter Sursee. Die Idee war, das Seebecken im Licht der aufgehenden Sonne – aber vor dem eigentlichen Sonnenaufgang – zu fotografieren. 

Noch auf der Fahrt, den Blick Richtung Berge gewandt, war ich extrem skeptisch, ob das noch etwas werden würde. Als ich dann die Autobahnbrücke am Ortseingang von Sursee passierte, fingen plötzlich die ersten Wolken ganz im Osten an zu leuchten. Oh je: Jetzt hiess es Gas zu geben. Ich wendete das Auto, fuhr auf den Parkplatz bei der Badi Sursee, schnappte mir schnell den Rucksack und das Stativ und speedete zum Seebecken. Noch im Laufen schraubte ich die Stativbeine heraus und war dann bei der ersten Parkbank. Während immer mehr Wolken leuchteten und beinahe der ganze Himmel in den verschiedensten Rot-Orange- und Magentatönen leuchtete, klinkte ich die Kamera aufs Stativ, schraubte den 0.9 Grauverlauffilter mit dem harten Verlauf aufs Objektiv (zur Kontrastminderung), positionierte die Kamera und legte los. Mittlerweile geht das alles ziemlich zügig vonstatten.

Und das kam dabei heraus:

Ich machte ein paar Aufnahmen, aber die Stimmung hielt sich nur für ungefähr 5-7 Minuten. Dann war die Sonne zu hoch gestiegen, um die Wolken weiter anstrahlen zu können. Diese kurze Dauer war natürlich dem schmalen Streifen geschuldet, der sich im Osten befand. soviel war klar. Aber egal, das Ding war im Kasten.

Ich wartete dann noch zwei, bis drei Minuten, um zu sehen, ob da noch etwas drinlag. Und tatsächlich: Zwar waren die Wolken nicht mehr beleuchtet, aber dafür schienen ein paar Sonnenstrahlen hinter dem Hügel hervor – ebenfalls ein spektakuläres Motiv. Besonders toll finde ich die Farbpalette, die der Himmel bietet: Er reicht von Gelb über Orange bis ins dunkle Blau und Magenta. Was will man mehr?

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